Archiv für das Tag 'Baden'

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Paradise Valley

Das Paradise Valley nördlich von Agadir verdankt seinen Namen den Hippies der 60er Jahre, die hier ihrem Aussteigerleben frönten. Leider gibt es die hier heute nicht mehr. Aber die Umgebung ist noch immer paradiesisch. Und hier treffen wir Hauke und Paula wieder und machen Bekanntschaft mit einem Aussteigerpärchen, zwei modernen Hippies sozusagen. Eli M. und Uli Phillipps verbringen seit fünf Jahren nur noch die Sommer bei Freunden und Familie in Deutschland und leben sonst europa- und nordafrikaweit in ihrem Pinzgauer, einem Dreiachser, der die Männerherzen höher schlagen läßt.
Da es in der Sonne hier gern mal 40°C sind, verbringen wir die Tage im Tal am Wasser oder faulenzend im Liegestuhl. Die Kinder gurken mit den Rädern die umliegenden Hügel hoch und runter. Und dann kommt, was nach acht Monaten unterwegs eigentlich kommen mußte. Einer stürzt. Wir hören es nur krachen und sehen eine Staubwolke hinter dem Hügel aufsteigen. Hannes sprintet los und kommt mir dann mit dem kreidebleichen Lasse entgegen, über dessen rechter Augenbraue eine 3cm breite und richtig tiefe Wunde klafft. Die wird vom lange Draufschauen auch nicht kleiner, und die nächste Stadt (Agadir) ist etwa zwei Autostunden entfernt. Also spülen wir die Wunde mit Kochsalzlösung, die ich eigentlich für den Fall einer heftigen Magen-Darminfektion vorgesehen hatte, und nähen dann die tiefere Schicht. Hauke reicht das Material an und sprüht im Minutentakt Octenisept auf die Nadel. Hannes hält Lasses Kopf. Der hängt schief im Klappstuhl und sagt, ihm tut das Knie weh. Die Haut wird mit Steri-Strips geklebt. Ich komme mir vor wie im Basiscamp am Mount Everest, nur wärmer. Auf den Schreck bekommen hinterher alle selbstgemachten Mango-Lassie von Eli serviert.
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Geschrieben von feuerwehr am 6. April 2012 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Rastplatz-Action kurz vor Norwegen

Geschrieben von admin am 21. August 2011 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Mikrokosmos Feuerwehrauto

 

Gestern haben wir Höga Kusten mit dem Auto passiert. Eigentlich wollten wir dort wandern, sind nach einer Touri-Recherche bei kostenlosem McDonalds Internet aber doch nur dran vorbeigefahren. Die Sicht auf die Küste (Weltkulturerbe) war erstaunlich, sicher lästern die hier ansässigen Schwäne, Möven, etc. über jene Vögel, ortsansässig am Schwanenteich Rostock. Das Bewußtsein dafür sollte meiner Meinung nach vorhanden sein. Wie auch immer, die Natur, die schönen Offroad-Stellplätze, die Ruhe hier läßt uns bisher soweit nicht an unserer Entscheidung für Schweden zweifeln.

Nur vorbeizufahren heißt leider auch verstärkt Zeit nur in der Feuerwehr zu verbringen. ~12m² die aufgrund geringer Mückenanzahl am Abend bei den Kindern an erster Stelle stehen. Wir lassen uns jedoch nicht stressen, schlafen aus, essen lange Frühstück, spielen entspannt mit den Kindern und halten wahllos zum Essen und Baden an irgendwelchen Seen. Meist zünden wir den Motor für die Weiterfahrt erst nach zwölf Uhr mittags.

Unser Plan ist morgen endlich Jokkmokk zu erreichen und ein bis zwei Wochen an einem See zu stehen, mit unserem Boot zu paddeln, Fahrrad zu fahren (auf dem Programm selbstverständlich Trial Training mit den Jungs), jonglieren, Baden, lesen, angeln (gestern Angel + Köder gekauft) und nicht zuletzt die Kinder mit weit mehr als dämmerungshellen Nächten zu überraschen. Hier wird es schon nicht mehr richtig dunkel. Lasse selbst hat die ‚Dunkelheit‘ ein Uhr nachts schon mit ‚krass‘ quittiert. Gerade gestern konnte Lasse bis um 24 Uhr während der Fahrt an seinem Fenster ohne Lampe lesen.

Der Anfang zum Polarkreis wird gleich doppelt markiert, beim Rundgang entdeckt gibt es Probleme mit dem Öl der Vorderachse sowie Austritt von Öl am Rad hinten links (Wellendichtring?). Dank Imbus von Tom (www.wirziehenab.de) konnte ich schon mal schrauben, Ölstände soweit in Ordnung, also weiter beobachten. Kauf von Bremsflüssigkeit und Achsöl vorsorglich geplant. Ärgerlich nur, dass es hier nur PKW Werkstätten gibt. In jedemFall werden wir uns nahe Jokkmokk an einen See stellen und ein paar Tage nur rumstehen. Soweit, die Rennaus…

Geschrieben von admin am 28. Juli 2011 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Stockholm

 

Unsere drei Tage Stockholm waren schon ziemlich cool. Ausgestattet mit dem detailärmsten Reiseführer überhaupt, lonely planet Scandinavian Europe, kamen wir planlos kurz vor Einbruch der Nacht an und parkten irgendwo an einer Hauptstraße. Die Einfahrt in die Stadt war allerdings schon beeindruckend gewesen, da Stockholm auf lauter Inseln errichtet und mit zahlreichen Brücken verbunden ist. Das Ganze machte beleuchtet vor dem Nachthimmel natürlich Eindruck. Henni dazu: „Das ist ja hier viel krasser als Rostock.“ War also keine schlechte Idee, mal los zu fahren.

Am nächsten Morgen stellten wir fest, das wir zehn Fahrrad-Minuten entfernt von Zentrum und Altstadt standen – perfekt! Dort waren wir, wie zu erwarten war, mit Tausenden anderer Touristen unterwegs und vor allem für asiatische Reisegruppen ebenfalls ein Sightseeing-Objekt.

Am nächsten Tag folgte der für Familien wahrscheinlich obligate Skansen-Besuch – ganz Schweden in einem Park zusammengefasst. War schön – klar, vor allem für die Kinder. Auf dem Rückweg liefen wir dann zufällig an einem Festival mitten im Stadtpark mit live-Band und massenhaft Leuten vorbei. Leider fanden die Jungs das nicht halb so toll wie wir. „Wann gehen wir zurück?“ „Meine Ohren tun von der lauten Musik weh.“ Hannes besiegelte das Ganze dann mit einem wehmütigen „Hier würden wir jetzt abhängen, wenn wir keine Kinder hätten.“ Ein lachendes und ein weinendes Auge meinerseits – und dann ab zur Feuerwehr.

An diesem Abend lernten wir auf `nem ziemlich abgewrackten Campingplatz zwei Litauer kennen, die darauf bestanden, unsere zwölf 20 Liter-Wasserkanister zu befüllen und zum Laster zu schleppen (today is holiday for us, don`t have anything to do). Einer der beiden demonstrierte Hannes später noch in volltrunkenem Zustand (zwei 2Uhr nachts, fünf halbe Liter Bier intus) seine Sprungkünste vom 6 Meter-Turm des ein paar hundert Meter entfernten Badesees, wobei er schon Schwierigkeiten hatte, nicht von der hinaufführenden Leiter zu stürzen. Die zwei leben abgesehen von einigen kurzen Unterbrechungen seit sechs Jahren auf diesem Platz in ihrem Wohnwagen und ernähren als Gastarbeiter ihre Familien in Litauen. Einer (der Turmspringer) hat selbst zwei kleine Kinder zuhause. Kommentar zu Hannes: „four kids – you are a lucky man“. Sie schenkten uns zwei Dosen Bier, wir ihnen 200 g Marabou Vollmilchschokolade mit ganzen Haselnüssen(!).

Da Stockholm so viele hervorragende Museen zu bieten hat, haben wir auch das nicht ausgelassen und einen Tag im Naturhistorischen Museum verbracht.

Nun sind wir auf dem Weg weiter in den Norden.

Y.

Geschrieben von admin am 25. Juli 2011 | Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar